Zusammenfassung eines Interviews mit Martin Botesch, dem Präsidenten des Kreistages von Siebenbürgen
Die Stadt Sibiu ist voll mit schönen, kleinen, bunten Häusern. Dieses Jahr ist Hermannstadt zusammen mit Luxemburg Kulturhauptstadt Europas. Fast alle Fassaden im Zentrum wurden für diesen Anlass renoviert, die Renovierungsarbeiten kosteten ca. 150.000.000 € (50.000.000 € Kredit von der Bank). Der Aufwand hat sich gelohnt. In den kleinen Gassen der Stadt tummeln sich Touristen, an jeder Ecke werden Souvenirs verkauft. Auf dem Plata di Mare beobachtet eine Webcam das Geschehen,auf der Stadt Website kann man live Konzerte etc. verfolgen.
Die Tourismusbranche boomt und soll noch weiter ausgebaut werden. Der Kreis Siebenbürgen hat gerade begonnen einige grosse Projekte zum Aufbau des Landes zu starten, mit finanzieller Hilfe der EU. Das Kanalisationssystem soll erneuert, der Flughafen ausgebaut und die Infrastruktur verbessert werden. Und auch im umweltpolitischen Sektor tut sich einiges.
Auch wirtschaftlich geht es seit ein paar Jahren Berg auf, ausländische Unternehmen lassen sich hier nieder und die Arbeitslosenzahlen sienken ständig (z.B. herrscht in Hermannstadt eine beinahe Vollbeschäftigung). Der Bürgermeister von Hermannstadt ist Siebenbürger Sachse (ca. 1,5% der Bewohner) und wurde 2004 mit 90% wieder gewählt.
Im 13. Jhd. siedelten sich die Siebenbürger Sachsen hier aus der Moser Rhein Gegend, Luxemburg und Belgien an. Damals galt Hermannstadt als das Tor Europas.





























