Infos über das Projekt...

Seit 1. Januar dieses Jahres sind Rumänien und Bulgarien Teil der Europäischen Union – zwei Länder, über die in Deutschland weitgehend Unkenntnis herrscht. Diesen Zustand wollten wir ändern. Am 20. Juli 2007 schickten die Politikfabrik e.V. und das medienlabor Potsdam gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und des rumänischen Außenminister Adrian Cioroianu 18 Jugendliche auf eine multimediale Entdeckungsreise durch die EU-Neulinge Rumänien und Bulgarien.

Innerhalb von zwei Wochen bereisten die eu_checker in 3er Teams die neuen EU – Mitgliedsländer. Als Rucksacktouristen unterwegs und ausgestattet mit modernsten Smart Phones, berichteten die achtzehn Jugendlichen stündlich von ihren Begegnungen und Erlebnissen, stellten kurze Video-, Foto-, und Text-Beiträge auf diese Seite online und ermöglichten so einem großen Publikum, virtuell an der Reise teilzunehmen.

Die Bewerbungsphase für die Teilnahme an der Reise fand vom 15. Mai bis 28. Juni 2007 statt.
Interessierte konnten sich direkt auf der Webseite bewerben, indem sie sich ein Profil anlegten und erklärten, warum sie bei dem Projekt mitmachen wollten.

Die Nutzer der Webseite konnten über eine Abstimmungsfunktion mitbestimmen, wer auf die Reise geschickt wurde. Aus den 36 auf diesem Wege „Vorausgewählten“ entschied letztlich eine Jury aus den Projektträgern und Unterstützern über die 18 Teilnehmer. Auf einem Vorbereitungsworkshop wurden die Teilnehmer intensiv auf die Reise und die Reiseziele vorbereitet.

In der Projektphase (20. Juli bis 04. August) reisten die Teams auf unterschiedlichen Routen. Nur der Startpunkt, die deutsche Botschaft in Sofia, der Reisemittelpunkt in Ruse (Grenzort zwischen Bulgarien und Rumänien) und der Zielort, die europäische Kulturhauptstadt 2007, Sibiu, standen fest.

Die jeweils nächsten Ziele haben die Nutzer der Webseite jeden Tag aufs Neue mitbestimmt. Die Teams waren auf der Reise mit modernen Mobilfunkgeräten ausgestattet  und berichteten per SMS, MMS und E-Mail zeitnah von der Reise. Eine Reise-SMS oder ein per MMS gesendetes Foto oder Video ist innerhalb weniger Minuten im Internet für alle sichtbar geworden. An jedem Reisetag steuerten die Teams nicht nur neue Orte und interessante Ziele an, sondern sie hatten auch spezifische Aufgaben zu erfüllen. Die Themen waren z.B. Minderheiten, Armut, Lebenswelten und den Lebenswirklichkeiten vor Ort. Auch hier konnten die Nutzer wieder aus zwei vorgegebenen Aufgaben pro Tag auswählen und so nicht nur die Route der Reise, sondern auch die thematische Gestaltung mitbestimmen.

Das Ergebnis dieser interaktiven politischen Bildungsreise gibt interessante Einblicke auf die zwei neuen EU-Staaten aus sechs bzw. 18 Perspektiven. Und diese Erlebnisse werden mit zehntausenden Internetnutzern tagtäglich geteilt.